AGE OF ORANGE | Across The Shades
Von Mönchengladbach nach Seattle ist es bekanntlich ein langer Weg. AGE OF ORANGE beschreiten ihn trotzdem und versuchen sich auf ihrem zweiten Album so ein bisschen in Seattle-Sound - aber auch im Alternative-Rock ("Curtains Fall"), aber auch im Pop-Punk ("In Too Deep"), so dass man am Ende so gar nicht wirklich weiß, woran man ist. AGE OF ORANGE wollen es allen recht machen und vergessen dabei, sich auf ihre Stärken zu besinnen. Da versuchen sie sich in Kings-Of-Leon-Zitaten ("Is This The Life"), bleiben dabei aber oft enttäuschend dünn - "Across The Shades" fehlt in den meisten Momenten der letzte Biss, das gewisse Etwas. In den Ansätzen zeigen die Burschen durchaus spannende Fragmente, enttäuschen dann aber wieder in einem belanglosen und schwachen Refrain ("Hip Hip Shake"). Nur "These Tracks", "Everest" und "Waterfalls" können als Song überzeugen, der Rest ist uneindeutiger Mischmasch, der Vieles schuldig bleibt. Schade eigentlich, denn die Stimme hat markanten Unterhaltungswert und kann durchaus steil gehen ("Everest"), die Ansätze sind da - vielleicht beim nächsten Mal.
  von 7
21.10.09 :: MICHA |